Estland ist ein unentdecktes Land. Für viele Europäer schwindet die Vorstellungskraft hinter Finnland und Polen. Das gesamte Baltikum galt als Peripherie, und Estlands starke Bindung an die deutsche Geschichte scheint hierzulande kaum mehr bekannt. Doch findet man ein hochmodernes und für Urlauber offenes Land vor, das sich in Sachen Naturspektakel und Sehenswürdigkeiten nicht verstecken braucht.

Allgemeines

Estland ist Teil der Eurozone und des Schengenraums. Das Land ist sicher und die meisten Leute sprechen Englisch, einige sogar Deutsch. Russische Sprachkenntnisse sind vor allem im Osten des Landes von Vorteil, während im Raum Tartu Deutsch eine Pflichtsprache innerhalb mancher Fakultäten darstellt und daher gut gesprochen wird. Estland ist günstiger als die skandinavischen Länder, erreicht preislich allerdings mindestens deutsche Standards. Unterkünfte und Reisen innerhalb des Landes mit Bussen sind aber noch relativ preiswert.

Der klassische Trip

Estland ist sicher, die Infrastruktur ist ordentlich ausgebaut und es gibt keinen Grund, dem Land und seinen Institutionen nicht zu trauen. In einem kurzen, aber ergiebigen Trip kann man die Hauptstadt Tallinn und die Kulturstadt Tartu besuchen. Beide warten mit angenehmen Hotels in allen Preislagen auf und bieten einen Fundus jahrhundertealter Geschichte, einer Mischung aus osteuropäischer und deutscher Küche, angenehmen Menschen und Dutzenden Aktivitäten.

Eisbaden vor der Küste Tallinns und der Gang in die Sauna mit einem kalten Bier, der Spaziergang auf der Burgmauer oder die Besichtigung des Tartuer Doms – all diese Erlebnisse sind kostengünstig und unvergesslich. Sie lassen sich mit dem Gang in eine der vielen Tavernen und Gasthäuser beenden, die traditionsreiche Kost, starkes Bier und fruchtige Kwas servieren.

Work and Travel in Estland?

Es mag sich seltsam anhören, doch statt Neuseeland oder Australien kann man auch in Estland reisen, arbeiten und Erstaunliches erleben. Zwar sind die Verdienste in der örtlichen Gastronomie oder ähnlichen Bereichen eher niedrig, doch bekommt man leicht eine Arbeitserlaubnis und kann sich im Land umsehen – vielleicht entsteht sogar ein festes Arbeitsverhältnis oder man kann einen Studienplatz ergattern, beides lohnt!